Wettbewerb Walchwil mit Wassermann Architekten
Der sonnenexponierte Südhang oberhalb des Zugersees ermöglicht einen abwechslungsreichen Freiraum.
Die Setzung des Kindergartens schafft Zugänge auf drei Ebenen und überall direkte Bezüge zwischen Innen- und Aussenraum. Alle Klassenräume verfügen über ebenerdige Ausgänge in den Garten. Ergänzt wird dies durch die Podestebene als gemeinsamer Zugang zum Garten. Jede Klasse hat einen eigenen ihr am nächsten liegenden Aussenraum, der über die Garderoben direkt erschlossen wird und eine Nutzung des Freiraums im Unterricht ermöglicht.
Der Aussenraum gliedert sich in unterschiedliche Spiel- und Aufenthaltsbereiche. Ruhige Nischen mit Ausblick wechseln sich mit geschützten Bereichen unter Bäumen und offenen ebenen Spielflächen ab. Die Topografie wird gezielt als Spielraum genutzt: Offene Hangbereiche ermöglichen saisonale Aneignungen – vom Purzeln und Wasserspiel im Sommer bis zum Schlitteln im Winter. Ergänzt wird das Angebot durch Sandspiel, Schaukeln sowie Balance- und Kletterelemente.
Ein feinmaschiges Wegesystem verbindet die Bereiche miteinander. Schmale Hüpf- und Kriechwege durch Strauch- und Staudenpflanzungen bieten den Kindern zusätzliche Verbindungen innerhalb des Areals, ohne dessen Übersichtlichkeit zu beeinträchtigen. Eine Vegetationsschicht trennt die Kirchstrasse und den öffentlichen Fuss- und Veloweg räumlich vom Kindergarten, während mehrere kleine Gartentore ausserhalb der Betriebszeiten die Einbindung in das bestehende Wegnetz ermöglichen.
Die Bepflanzung greift das besondere Mikroklima des Ortes auf. Ernte- und Naschgehölze wie Kirsche, Edelkastanie, Mandel und Kiwi ergänzen den Schulgarten und machen jahreszeitliche Prozesse erfahrbar. Artenreiche, einheimische Stauden, Sträucher und schattenspendende Bäume orientieren sich an der ökologisch wertvollen Vegetation des Bachraums.
Wettbewerb: Neubau Kindergarten
Standort: Walchwil
Auftraggeber: Gemeinde Walchwil
Jahr: 2026
Leistung: WBW Landschaft
Architektur: Wassermann Architekten