Die beiden Bilder entstanden als Beitrag für die Bewerbung eines Präqualifikationsverfahrens zusammen mit Jan Kinsbergen Architects. Der Entwurf zeigt unseren Beitrag zur Ideen-Prequalifikation für ein Gewerbehaus an der Badenerstrasse.
Die urbane Dichte verstehen wir nicht nur im Gebauten, sondern auch in der Vegetation. Je geringer der Freiraum, desto dichter und vielfältiger soll das Grün sein.
Im Sinne des Re-Use verstehen wir auch den bestehenden Boden als Ressource. Minderwertige Aufschüttungen könnten über Zeit, gezielte Pflanzfolgen und das Prinzip der Terra Preta revitalisiert werden.
Herzstück der Umgebung ist ein Mikrowald nach dem Miyawaki-Prinzip. Dort, wo Raum vorhanden ist, entsteht eine dichte Grünmasse. Offene Bereiche bleiben dort bestehen, wo Infrastrukturen und Wegrechte dies erfordern.
Die Vegetation ist konsequent bodengebunden und funktioniert weitgehend ohne technische Infrastruktur. Dies gilt auch für die Fassadenbegrünung. Für die Dachgärten sind robuste Pflanzen vorgesehen, die sowohl Trockenheit als auch Staunässe tolerieren.
Im Zentrum steht kein fixes Endbild, sondern ein Prozess. Die Umgebung wird als lebendiges System verstanden, das sich weiterentwickelt und mit der Zeit an Qualität gewinnt.
Leider sind wir nach der Präsentation in der zweiten Selektionsrunde ausgeschieden.
Projekt: WBW Badenerstrasse
Standort: Zürich
Auftraggeber: Stiftung Nest
Jahr: 2026
Leistung: Ideen PQ Landschaft
Architektur: Jan Kinsbergen Architects